Österreich steht nach dem 3. Spieltag überraschend als Leader der Qualifikationsgruppe da.
In einer intensiven Partie hat Österreich eine solide aber nicht herausragend gute montenegrinische Elf niedergekämpft.
Spielerisch konnte Österreich wirklich überzeugen. Schnelles Spiel über die Flügel, hohe Ballsicherheit - auch in brenzligen Situationen wurde der Ball geschickt mit schnellem Kurzpassspiel aus der Gefahrenzone kombiniert - und enorme Laufarbeit zusammen mit viel Leidenschaft die Zweikämpfe anzunehmen - so könnte man Österreichs Leistung zusammenfassen.
Großartig wieder der unglaublich bewegliche Alaba, der, wie schon in Moldawien, eigentlich überall zu finden war und immer anspielbar ist. Neben ihm konnte diesmal vor allem Baumgartlinger brillieren, der unglaublich viele Bälle gewinnen konnte und im Spielaufbau immer gefährlich war.
Die Flanken mit Harnik und Arnautovic waren sehr gut besetzt. Während Harnik viel lief und zahlreiche Chancen herausarbeitete, diese allerdings konsequent vergab war Arnautovic auf der linken Seite diesmal Fädenzieher und sorgte immer für Gefahr - nicht zufällig legte auch er den Siegestreffer auf.
Die Abwehr begann nervös - vor allem Dragovic begann ungewohnt unsicher - aber die Hintermannschaft stabilisierte sich bald und Österreich fand damit zu mehr Sicherheit.
Montenegro wurde eigentlich nur 1x wirklich gefährlich - in der 88. Minute - aber Almer konnte klären - sonst fielen die Gäste vom Balkan meist dadurch auf, dass sie bei den leichtesten Attacken liegen blieben - was bald auch der Schiedsrichter erkannte.
Jovetic kam erst nach der Pause, konnte aber nur kurz für Schwung sorgen. Vucinic zeigte sein Klasse nicht und war beim österreichischen Defensivverbung gut aufgehoben.
Problematisch bei Österreich war erneut die Chancenauswertung. Allein Harnik hatte 3 100% Chancen, hinzu kamen Hinterseer und Arnautovic.
Auffallend war aber auch, dass Österreich, wie gegen Schweden gleich nach dem Führungstreffer einige Minuten brauchte um sich wieder zu sortieren und Montenegro in dieser Phase das Kommando übernahm - dieser Effekt ist abzustellen, da es gegen größere Gegner dann eng werden könnte, wie man am Beispiel der Schwedenpartie gesehen hat.
Das Spiel über die Flanken, aber auch die Kreativität über die Mitte machen Österreich sehr unberechenbar, allerdings hat man auch gesehen, dass die vielen jungen Ersatzspieler (Hinterseer, Ilsanker und Lazaro) noch zu wenig Routine haben um die Einser-Garnitur entsprechend zu ersetzen.
Dank des überraschenden 1:1 der Russen gegen Moldawien ist Österreich vor dem Duell mit Russland nun Tabellenführer.
Die Spieler in der Einzelkritik:
Almer:
Hatte nur eine wirkliche Glanztat zu vollbringen bei der Chance Montenegros kurz vor Schluss und hielt bravorös
Klein
Offensiv erneut gefällig, Defensiv lange Zeit überfordert, gegen Ende der Partie stabiler
Dragovic
Begann nervös, steigerte sich aber und wurde in der zweiten Hälfte zum stabilsten Verteidiger der Österreicher
Hinteregger
Erneut staubtrocken, brachte weniger Akzente als gegen Schweden spielte aber seinen Part fehlerfrei
Fuchs
Seine frühere Form hat der Kapitän noch lange nicht erreicht, aber diesmal war er besser und besann sich mehr auf seine defensiven Agenden
Baumgartlinger
In der ersten Halbzeit der beste Österreicher. In Hälfte 2 spielte er solide, musste dem hohen Laufpensum aber etwas Tribut zollen
Alaba
Unglaubliches Laufpensum, sprintete permanent quer über den Platz, war vorne und hinten zu finden, fast immer Anspielbar, fand in der Schlussphase sogar noch die Kraft als Spielmacher Akzente zu setzen.
Harnik
Starkes Laufpensum, hätte zum Mann des Abends werden können vergab aber alle 3 seiner 100% Chancen. Dennoch, arbeitete er sehr viel und war enorm wichtig für Österreichs Spiel
Arnautovic
Setze viele Akzente, bereitete das Tor vor, lief viel, holte die Bälle oft von hinten und brachte viel Ruhe ins Spiel. Musste mit seiner Verletzung kurz vor der Pause dann etwas zurückstecken
Junuzovic
Lief wie immer sehr viel, wie gegen Moldawien konnte er aber keine großen Momente erzeugen, dennoch seine Agilität im Pressing ist sehr wichtig für Österreich
Okotie
Arbeitete und lief viel, schonte sich nicht und tat das was ein Stürmer tun muss - er erzielte den entscheidenden Treffer
Hinterseer
Fand nicht ins Spiel, Vergab eine 100% Chance, wirkte wie ein Fremdkörper
Ilsanker Lazaro
zu kurz eingesetzt
Österreich - Montenegro 1:0
Sonntag, 12. Oktober 2014Eingestellt von Hubert um 21:51 0 Kommentare
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Vorschau Österreich - Montenegro
Donnerstag, 9. Oktober 2014In das Duell mit Österreich in Wien gehen Österreich und Montenegro punktegleich mit Russland ins Spiel. Grund dafür ist das blamable 0:0 von Montenegro gegen Liechtenstein. Dahinter liegt Schweden das nach den Unentschieden gegen Österreich und Russland bei 2 Zählern halten.
Trotz des 0:0 - Montenegro verfügt über ein gutes Team - in der Qualifikationsgruppe für die WM 2014 zeigten die Montenegriner sehr gute Resultate. Ein 1:0 Sieg in Kiew gegen die Ukraine zum Beispiel oder ein 1:1 daheim gegen England. Dem gegenüber stehen allerdings eine 0:4 Niederlage gegen die Ukraine daheim und ein 1:4 auswärts gegen England oder das blamable 2:5 gegen Moldawien daheim und jetzt das 0:0 gegen Liechtenstein.
Allerdings muss man auch die Lehren aus der Partie gegen Moldawien ziehen. Gegner die sich hinten reinstellen und von dieser Spielanlage kann man für Montenegro in Wien ausgehen, bereiten den Österreichern Probleme. Stammstürmer Janko ist gesperrt - Österreich wird sich im Angriff jedenfalls umstellen müssen. Der Vorteil des Heimspiels darf nicht unterschätzt werden - Österreich tritt daheim viel entschlossener auf als auswärts - diese Entschlossenheit wird gegen Montenegro auch stark von Nöten sein.
Eingestellt von Hubert um 22:47 0 Kommentare
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Moldawien - Österreich
Dass Moldawien gegen Österreich kein Leckerbissen werden würde war generell anzunehmen, aber dennoch darf man nach der Partie etwas enttäuscht sein.
Österreich ging als Favorit in das Match und startete ganz bemüht. Ähnlich wie gegen Schweden war das Glück aber zuerst auf Seiten Österreichs als in der 10. Minute ein leichter Leiberlzupfer an Janko zu einem Elfmetergeschenk wurde.
Danach ließ sich Österreich etwas mehr zurückfallen und war bei den Chancen viel zu unentschlossen. Der Schiedsrichter revanchierte sich mit einem ebenfalls nicht zu gebenen Elfmeter für Moldawien. Janko traf nach der Pause zum verdienten 2:1 schwächte 10 Minuten vor Schluss sein Team aber entscheidenend durch eine unnötige rote Karte.
Am Ende steht der wichtige und geforderte Auswärtssieg. Aber die Art und Weise wie er zustande kam war nicht sehr erfreulich.
Die Offensivaktionen waren nur selten zwingend und wirklich gut gespielt hat eigentlich nur Alaba. Arnautovic agierte schlampig, Klein sehr feherlanfällig. Sabitzer und Harnik kamen nicht ins Spiel und Junuzovic lief viel war aber auch nicht in der Lage entscheidende Akzente zu setzen.
Janko arbeitete viel, sein Ausraster in der Schlussphase war aber mehr als unnötig.
Solide agierten noch Baumgartlinger, Prödl und Dragovic und auch Fuchs war stärker als gegen die Schweden.
Gegen Montenegro muss viel mehr gezeigt werden - der Vorteil des Heimspiels wird sicher zu merken sein - aber trotzdem muss sich das Team stark steigern !
Der Unterschied zu vorigen Generationen ist aber, dass man trotzdem die Pflichtpunkte eingefahren hat.
Eingestellt von Hubert um 22:40 0 Kommentare
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Vorschau Moldawien - Österreich
Mittwoch, 1. Oktober 2014Österreich tritt am 9.10. in Moldawien an und muss - zumindest von der Papierform gesehen - 3 Punkte holen. Aber, dass Moldawien kein leichter Gegner ist zeigen zum einen die Spiele von 2003 - in denen Österreich daheim mit Mühe 2:0 gewinnen konnte, auswärts jedoch mit 1:0 verlor.
Aber auch die jüngsten Ergebnisse zeigen mit knappen Niederlagen gegen die Ukraine und einem 5:2 Sieg gegen Montenegro durchaus, dass es sich um ein Team handelt das man nicht unterschätzen darf.
Dennoch Österreich ist Favorit und wenn die Mannschaft von Teamchef Koller eine Leistung wie gegen die Schweden bringt sollte nichts schief gehen. Wichtig wird sein von Beginn an aggressiv zu sein und auf die eigene Offensive zu vertrauen. Das Spiel über die Flanken - also Arnautovic und Harnik sollte gegen Moldawien auch zum Erfolg führen.
Im Angriff wird es sicherlich mehr Einschussmöglichkeiten geben.
Wenn Österreich konzentriert auftritt wird es einen Sieg geben, das Team hat auch gegen Schweden bewiesen, dass es nicht nervös wird wenn es nicht gleich mit dem Torerfolg klappt.
Eingestellt von Hubert um 20:27 0 Kommentare
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Österreich - Schweden 1:1
Dienstag, 9. September 2014Dies hatte auch eine Auswirkung auf Arnautovic, der mehr nach hinten arbeiten musste.
Klein auf der rechten Seite brachte sehr viel nach vorne und machte, unüblich für das österreichische Spiel, die rechte Seite zur gefährlicheren. Allerdings zahlte man diese Offensivstärke mit einer hohen Verwundbarkeit der rechten Abwehrseite, da Harnik und Klein oft nach vorne gingen und dann nur Baumgartlinger versuchen konnte die Lücke zu schließen. Dennoch zeigte sich Klein als wertvolle Alternative auf der rechten Seite gegen Gegner, die defensiver spielen.
Harnik war, wie schon beim Match letztes Jahr in Wien, jener Spieler, der den Schweden am meisten Probleme bereitete. Junuzovic lief viel, konnte diesmal aber weniger Akzente setzen. Vorne arbeitete Janko fleißig, kam aber nicht zu vielen Chancen.
Eingestellt von Hubert um 20:38 0 Kommentare
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Vorschau Österreich - Schweden
Dienstag, 26. August 2014Das erste Spiel der Österreicher in der EM Qualifikation am 8.September in Wien wird gegen einen alten Bekannten stattfinden. Schweden.
Dieses Duell ist ein geschichtsträchtiges - ob es das geschichtsträchtige 0:2 in Gelsenkirchen war, bei dem auf schneebedecktem Boden die Qualifikation für die WM 1974 vergeigt wurde, der heroische 1:0 Sieg 1997, der den Grundstein zur WM Qualifikation 1998 legte oder die beiden Duelle 2013 in denen jeweils das Heimteam mit 2:1 gewinnen konnte.
Hier ein paar Berichte aus der Vergangenheit:
http://austrianfootball.blogspot.co.at/2013/10/11102013-schweden-osterreich-21.html
http://austrianfootball.blogspot.co.at/2013/06/762013-osterreich-schweden-21-20.html
http://austrianfootball.blogspot.co.at/2013/05/691997-osterreich-schweden-10.html
http://austrianfootball.blogspot.co.at/2013/07/27111973-als-osterreich-in.html
Die Ausgangssituation ist ähnlich wie im Vorjahr. Bei den Schweden steht diesmal jedoch ein großes Fragezeichen hinter Superstar Ibrahimovic, seine Verletzung ist noch nicht ausgeheilt, vorsichtshalber ist er im Kader aber ob er noch fit wird ist fraglich. Natürlich wäre das für Österreich ein großer Vorteil - Ibrahimovic ist das Um und Auf des Teams - die Spielweise auf ihn abgestimmt und an einem guten Tag kann er Spiele entscheiden. Ansonsten sind die Schweden durchaus auf Augenhöhe mit Österreich.
Österreich hat gegen Schweden sowohl in Wien als auch in Schweden gezeigt wie es funktionieren kann gegen die Skandinavier.
Ein schnelles Kombinationsspiel über die Flanken - über links mit Alaba und Arnautovic funktionierte es besonders gut - und dann ein steiler Pass durch die Mitte, die Innenverteidiger sind nicht die schnellsten. In beiden Partien hat Österreich damit den wunden Punkt der Schweden getroffen und ist zu Chancen gekommen. Harnik hat mit seiner Dynamik mehrmals für echte Probleme in der schwedischen Defensive gesorgt.
Im Gegenzug muss man im Zentrum gut stehen, die Schweden werden meist über die Mitte gefährlich. Vor allem Ibrahimovic muss man eng markieren, da die Schweden ihren Spielaufbau meist auf ihn zuschneiden - fällt er als Anspielstation weitgehend aus lahmt das Spiel der Schweden sichtlich. Weiters muss man die Kreise von Elmander einschränken. Vor allem beim Spiel in Wien hatte man Ibrahimovic gut im Griff aber Elmander hatte dadurch zu viel Raum würde Ibrahimovic nicht fit werden kann man sich hier mehr auf Elmander konzentrieren.
Generell darf man gegen die Schweden einen Fehler nicht machen den Österreich leider in der zweiten Halbzeit der Auswärtspartie gemacht hat - nicht in die Zweikämpfe gehen und eher nur reagieren. Gegen Schweden muss man viel Laufarbeit leisten- Pressing spielen und vor allem die Verteidiger beim Spielaufbau attackieren, dann nimmt man ihnen viel von ihrer Gefährlichkeit.
Aufstellungsseitig hat Koller mit der Nominierung des Kaders ein wenig für Überraschung gesorgt. Weimann und Ivanschitz nur auf Abruf. Im Falle von Ivanschitz sollte das nicht so ins Gewicht fallen - im Mittelfeld gibt es Alternativen - im Angriff überrascht es schon dass Okotie fix nominiert ist - aber fangen wir hinten an.
Almer dürfte gesetzt sein - trotz einiger Patzer ist er etwas stabiler als Lindner.
In der Abwehr hat Österreich Glück, dass Fuchs gerade rechtzeitig wieder zu Spielpraxis kommt und Suttner fit ist - beim Ausfall beider hätte man tatsächlich ein Problem gehabt. Alaba auf diese Position zu stellen hätte zu viel Kreativität im Mittelfeld gekostet. Somit kann man von Fuchs auf der linken Seite, Dragovic und Prödl in der Mitte und Garics rechts ausgehen. Rechts gibt es mit Klein eine Alternative für Spiele in denen der rechte Verteidiger viel Druck nach vorne machen soll - gegen Schweden ist dies nicht der Fall - somit ist Garics die bessere Variante. In der Mitte könnte man noch überlegen Prödl durch Hinteregger zu ersetzen, Prödl hat aber mehr internationale Erfahrung, die in diesem Spiel ausschlaggebend sein könnte.
Im defensiven Mittelfeld ist Alaba gesetzt. Neben ihm stellt sich die Frage ob Baumgartlinger oder Kavlak aufzustellen ist. Baumgartlinger würde mehr für den Spielaufbau bringen, Kavlak mehr Robustheit. Ich würde dazu tendieren Baumgartlinger zu wählen wenn Ibrahimovic nicht spielen kann - im anderen Falle Kavlak, der dann Ibrahimovic's Kreise einengen könnte.
Davor bieten sich die Stammkräfte Arnautovic (links), Junuzovic (zentral) und Harnik (rechts) an. Das schnelle Kombinationsspiel hat den Schweden schon in der letzten Qualifikation arge Probleme bereitet und die Laufarbeit von Harnik und Junuzovic ist ein Schlüsselfaktor für Österreich. Arnautovic ist unverzichtbar um Alaba auch über die linke Seite zu entlasten.
Bleibt der Angriff - das alte Problem. Janko hat beim letzten Spiel gegen Schweden den wichtigen Treffer zum 2:0 erzielt. Dennoch würde ich eine quirrligere Variante präferieren - Weimann - aber der wird vermutlich nicht zum Zug kommen. Janko und Okotie ähneln sich von der Spielanlage - somit bleibt Sabitzer. Sicher keine schlechte Variante - die auch durch das spielerisch starke Mittelfeld unterstützt werden würde.
Eingestellt von Hubert um 20:32 0 Kommentare
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EM Qualifikation für die EM 2016
Sonntag, 13. Juli 2014Die EM Qualifikation für die Europameisterschaft 2016 in Frankreich steht vor der Tür.
Eingestellt von Hubert um 18:38 0 Kommentare
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Finale Spanien : Italien
Sonntag, 1. Juli 2012Das Finale der EURO2012 begann sehr lebhaft. Italien übernahm die Kontrolle spielte aggressiv nach vorne, aber nach wenigen Minuten waren die Spanier auf Touren gekommen und zeigten was sie im bisherigen Turnierverlauf nicht gezeigt hatten - Leidenschaft. Schnelles Kombinationsspiel, kompaktes Verschieben und die mörderischen Steilpässe, dazu eine solide Defensivleistung. Italien attackierte wie gewohnt früh, im Spiel nach vorne war aber zu wenig Präzision vorhanden und auch das Nachrücken funktionierte meist zögerlich.
Wenn Italien gefährlich wurde dann aus Standards. Aber Spanien tat noch etwas was im Turnierverlauf nicht häufig war - Tore schießen. Nach einer Flanke traf David Silva per Kopf zum 1:0 und nach einem herrlichen Steilpass ließ Jordi Alba Buffon keine Chance.
Spanien führte hochverdient zur Pause mit 2:0 weil sie so spielten wie die letzten Jahre - das hätten sich die Fans auch über das ganze Turnier gewünscht - aber zumindest fanden sie nicht zu spät zu ihrer Form zurück.
In der zweiten Hälfte hatten die Italiener großes Pech. 3 Minuten nach seiner Einwechslung verletzte sich Thiago Motta, Prandelli hatte schon 3x getauscht somit musste Italien praktisch die gesamte Halbzeit zu zehnt gegen die Spanier antreten. Und die hatten Lust auf mehr, liefen zu ihrer Hochform auf und diktierten das Match nach Belieben. Italien kam nur zu Entlastungsangriffen und Spanien spielte Tiki Taka in Perfektion - wunderschön anzuschauen.
Spanien brach im Vorrübergehen auch noch 2 Rekorde. Mit dem 4:0 wurde der höchste Sieg in einem EM Finale erzielt und es gelang den Spaniern als erstes Team den EM Titel zu verteidigen - hoch verdient !!
Italien konnte nicht zu dem so gefährlichen Spiel finden wie gegen Deutschland - zwar gehandicapped durch die zahlenmässige Unterlegenheit - aber auch zu elft eigentlich chancenlos.
Die EM hatte mit diesem Finale einen würdigen Abschluss gefunden !!
Eingestellt von Hubert um 21:38 1 Kommentare
Labels: Das Turnier 2012
EM Finale !!!
So heute gibts den lang ersehnten Showdown - obwohl ersehnt ?? Nach dem Match ist die Europameisterschaft wieder vorbei und es heißt wieder 2 Jahre warten bis König Fussball die Wohnzimmer dieses Planeten regiert. Auf der anderen Seite für alle Teams die es nicht geschafft haben den Titel zu erringen und das sind ja bis auf ein Team alle, gibts wieder einen Neustart und neue Hoffnung.
Aber noch ist es nicht soweit - noch steht das Finale bevor - und es ist ein Finale mit 2 Teams die sehr schönen Fussball spielen.
Spanien das mit Tiki Taka den Ball zirkulieren lässt und Italien das entgegen der Geschichte Offensivfussball zeigt und blitzschnell umschaltet.
Am Ende ist man immer gescheiter - nicht viele hätten Italien vor der EM das Erreichen des Finales zugetraut und viele hatten Deutschland und Niederlande als Favoriten gesehen. Einige Teams hat man von vorn herein abgeschrieben - Griechenland oder Polen zum Beispiel. Andere Teams überraschten positiv und schieden trotzdem früh aus Russland zum Beispiel, die meiner Meinung nach sehr schönen Fussball boten. Aber schauen wir uns die Teilnehmer kurz einzeln an.
Tschechien: nach einer sehr schwachen ersten Partie steigerten sich die Tschechen aber im Viertelfinale schieden sie verdient aus. Fazit: farblos
Russland: boten sehr schönen Fussball, hatten am letzten Spieltag Pech aber auch zu wenig Nachdruck gezeigt. Fazit: in Schönheit gestorben
Polen: zeigten beherzten Offensivfussball. Ich hätte sie gerne im Viertelfinale gesehen. Fazit: viel Herz und Leidenschaft
Griechenland: niemand gab ihnen eine Chance, kamen in jedem Spiel zurück sogar im Viertelfinale gegen Deutschland gelang der Ausgleich. Fazit: über den Erwartungen
Niederlande: zeigten dass gute Einzelspieler kein gutes Team sein müssen. Fazit: DIE Enttäuschung der EM
Deutschland: galten als der große Favorit, wirkten unaufgeregt und selbstsicher, gegen Italien aber zu wenig Leidenschaft gezeigt - auch nach 16 Jahren kein Titel - die deutsche Krise geht weiter: Fazit: schön gespielt, aber offensichtlich ist die MAnnschaft noch zu wenig routiniert.
Portugal: zeigten genau das was man sich von Portugal erwartet: technisch perfekten Angriffsfussball mit hoher taktischer Disziplin: Fazit: mehr wäre möglich gewesen
Dänemark: überraschten im ersten Spiel, dann aber zeigten sich die Grenzen ihrer Möglichkeiten
Fazit: brav mitgespielt - aber eigentlich chancenlos
Spanien: Der Titelverteidiger stand unter großem Druck, konnte nicht so überzeugen wie in den letzten 2 Turnieren, aber das Finale erreicht Fazit: der Sturm ist die Schwachstelle und die Aggressivität war auch nicht ausreichend vorhanden.
Irland: Viel Leidenschaft und Laufarbeit aber im Konzert der Großen überfordert. Fazit: eine Mannschaft mit Herz und tollen Fans
Italien: Eine Riesenüberraschung - defensiv sehr gut organisiert, schnell im Umschalten, brandgefährlich. Fazit: ein erfrischender Auftritt der als Defensivkünstler verschrieenen Italiener
Kroatien: technisch gut aber zu wenig Leidenschaft - ganz im Gegensatz zu den Fans. Im Entscheidungsspiel viel zu passiv. Fazit: brav mitgespielt
Ukraine: ähnlich wie Polen - sehr engagiert, viel Laufarbeit, feine Technik Fazit: Im Duell um den Aufstieg gegen England glücklos - ein guter Auftritt der Ukrainer
Schweden: überraschend stark, allerdings recht variantenlos, ohne Ibrahimovic um 1 Klasse schwächer. Fazit: ganz guter Auftritt, die Grenzen dieses Teams wurden aber sichtbar
Frankreich: ein technisch gutes Team, in den ersten Spielen stark, dann kontinuierlich abgebaut gegen Spanien schwach. Fazit: ein gutes Team, aber nicht stark genug um ganz oben mitzuspielen
England: sehr engagiert aber stark limitiert. nicht schön anzuschauen weil ultradefensiv - aber 2 sehr spannende Matches geliefert (Ukraine und Italien)
Fazit: erwartungsgemäß nicht in der Lage vorne mitzuspielen
Interessant war, dass bis zum Halbfinale eigentlich kein Spieler so herausragend war dass er dem Turnier seinen Stempel aufgedrückt hätte, mit einer starken Leistung heute im Finale könnte das Balotelli nachholen.
So und jetzt die Frage wer gewinnt heute ? Meine Meinung: Italien
Eingestellt von Hubert um 19:18 0 Kommentare
Labels: Das Turnier 2012
Halbfinale Deutschland : Italien
Donnerstag, 28. Juni 2012Im zweiten Halbfinale gabs mit Deutschland gegen Italien ein Duell von zwei grossen Fussballnationen.
Und es gab eine Riesenueberraschung weil Italien den grossen Favoriten Deutschland zur Pause mit 2:0 ins Hintertreffen brachte und das auch noch verdient.
Italien begann wie gegen England aggressiv und mit Forechecking aber Deutschland liess sich vorerst nicht beeindrucken und hatte in der Anfangsphase gleich 2 sehr gute Chancen. Gerade als Deutschland die Partie unter Kontrolle gebracht hatte schlug Italien zu. Cassano versetzte Hummels flankte kzur Mitte und Balotelli traf per Kopf. Deutschland zeigte sich nicht geschockt aber Italien zog sich zwar mehr zurueck blieb aber das gefaehrlichere Team. Deutschland vertendelte die Angriffe meist beim letzten Pass oder durch den zu uspaeten Torabschluss. Italien konterte enorm giftig und schluge nach einem Traumpass erneut durch Balotelli, der alleine auf Neuer zulief und ihm keine Chance liess. Deutschland war zum ersten Mal in Rueckstand und hatte einige Probleme mit der giftigen Spielweise der Italiener.
Eine sehr spannende Vorraussetzung fuer die zweie Halbzeit der grosse Favorit haengt in den Seilen.
Deutschland versuchte alles warf alles anch vorne spielte Angriff um Angriff Richtung italienisches Tor aber scheiterte im Abschluss (meist ueber das Tor) oder an Buffon. Italien spielte auf Konter und war bei diesen meist brandgefaehrlich und hatte gut 3-5 gute Chancen auf das 3:0 aber obwohl die deutsche Abwehr alles andere als sattelfest war wurden die Chancen durch eigenes Unvermoegens vergeben. Deutschland musste sich erneut Angstgegner Italien geschlagen geben und Italien, denen viele vor dem Turnier keine Chance gegeben hatten ueberraschte wie 2006 und nach dieser Partie heute muss man Italien eigentlich als Favorit fuers Finale sehen
iIn der Nachspielzeit noch Elfmeter fuer Deutschland und Oezil verkuerzte verdient. Die letzten 2 Minuten waren dann hektisch Neuer stand am Mittelkreis und verteilte die Baelle.
Nachtrag: Fotos von unserem gestrigen Fussballabend - Danke an Susanne und Klaus !!!
Eingestellt von Hubert um 21:44 1 Kommentare
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