EM Geschichte: EM 1984

Montag, 12. Mai 2008

Österreich scheiterte in der Qualifikation an Deutschland, mußte aber auch Niederlagen gegen Türkei und Nordirland hinnehmen.


Bei der in Frankreich ausgetragenen Endrunde gab es erneut 2 Gruppen:
Gruppe 1: Frankreich, Dänemark, Belgien, Jugoslawien
Gruppe 2: Spanien, Portugal, Deutschland, Rumänien

Als Maskottchen fungierte der fussballspielende Hahn - Peno.

Quelle Bild: www.euro2008.com

Erstmals wurde ein Halbfinale gespielt für das sich Spanien, Frankreich (jeweils als Gruppensieger) sowie Dänemark und Portugal, das überraschend vor Deutschland auf Platz 2 gekommen war, qualifizierten.

Im Finale traf Gastgeber Frankreich auf Spanien und setzte sich mit 2:0 durch.

Die Mannschaft der Franzosen ist eine der besten Mannschaften die es in Europa jemals gab - mit dem überragenden Platini, Giresse, Tigana oder Bossis.

Das Endspiel
Frankreich 2:0 Spanien
Torschützen: 1:0 Platini (57.), 2:0 Bellone (90.)

Frankreich:
Joël Bats, Patrick Battiston (73. Manuel Amoros), Maxime Bossis, Yvon Le Roux, Jean-François Domergue, Jean Tigana, Luis Fernandez, Michel Platini, Alain Giresse, Bernard Lacombe (80. Bernard Genghini), Bruno Bellone

Spanien:
Luis M Arconada Echarri,Santiago URQUIAGA, Salvador Garcia Puig (85. Roberto Fernandez Bonillo), Ricardo Gallego Redondo, José Camacho, Julio Alberto Moreno Casas (75. Manuel Sarabia Lopez), Juan Antonio Señor Gomez, Victor Munoz Manrique, Francisco Javier, Carlos Santillana, Francisco Carrasco


Quelle Bild: http://www.euro2008.com/, Getty Images

EM Geschichte: EM 1980

Beim Turnier 1980 gab es erstmals 2 Gruppen bei der Endrunde.

Österreich überstand die Qualifikation wieder einmal nicht und mußte sich mit den 2. Gruppenplatz hinter Belgien begnügen.
Überraschend konnte sich erstmals Griechenland qualifizieren und gewann die Gruppe vor namhaften Nationen wie Ungarn oder UDSSR.

Die Endrunde hatte erstmals 2 Gruppen wobei in Gruppe 1 Deutschland, Griechenland, Niederlande und Tschechoslowakei antraten und in Gruppe 2 Belgien, England, Spanien und Gastgeber Italien.

Eine weitere Neurung war ein offizielles Maskottchen - genannt Pinocchio.

Quelle Bild: http://www.euro2008.com/


Die beiden Gruppensieger spielten das Finale, die zweiplatzierten um Platz 3.
Überraschenderweise gewann Belgien die 2. Gruppe, während Italien 2., England 3. und Spanien 4. wurde.

In Gruppe 1 siegte erwartungsgemäß Deutschland vor der Tschechoslowakei.
Das Spiel um Platz 3 endete in einem Elfmeterschießen das erst bei 10:9 zugunsten der Tschechen entschieden wurde.

Im Finale setzte sich Deutschland mit 2:1 gegen Belgien durch.

Das Endspiel:
Deutschland 2:1 Belgien
Torschützen: 1:0 Hrubesch (10.) 1:1 Vandereycken (75. Elfmeter), 2:1 Hrubesch (88.)

Deutschland:
Harald Schumacher, Manfred Kaltz, Karl-Heinz Förster, Uli Stielike, Bernhard Dietz, Bernd Schuster, Hans-Peter Briegel (55. Bernhard Cullmann), Hansi Müller, Karl-Heinz Rummenigge, Horst Hrubesch, Klaus Allofs

Belgien:
Jean-Marie Pfaff, Erik Gerets, Luc Millecamps, Walter Meeuws, Michel Renquin, Wilfried Van Moer, René Vandereycken, Julien Cools, Raymond Mommens, François Van Der Elst, Jan Ceulemans



Quelle Bild: http://www.euro2008.com/, Getty Images

Die Teilnehmer: Deutschland

Nach dem "Sommermärchen" bei der Heim-WM 2006 haben die Deutschen viele überrascht und auch viele Sympathien gewonnen, der Kern der Mannschaft blieb unverändert und könnte bei der EM reif genug für einen Titel sein.
In der Qualifikation gab es nur 1 Niederlage, diese tat aber weh - ein 0:3 daheim gegen die Tschechen was auch den 2. Gruppenplatz statt dem Gruppensieg bedeutete - sonst leisteten sich die Deutschen aber keinen Ausrutscher in der relativ leichten Gruppe mit Tschechien, Irland, Slowakei, Wales, Zypern und San Marino.

Einschätzung:
Das Team der Deutschen kann auf den Großteil der erfolgreichen WM-Mannschaft zurückgreifen und die gesammelte internationale Erfahrung der Spieler in den vergangenen 2 Jahren nutzen. Seit der WM haben sich aber auch neue Spieler aufgedrängt und zu Stammspielern im Nationalteam gemausert.

Jens Lehmann ist im Tor gesetzt - hat aber in der Vergangenheit schon öfter gepatzt und ist sicherlich eine der Schwachstellen der deutschen Mannschaft. In der Abwehr hat Trainer Löw viel Auswahl - Lahm, Friedrich, Metzelder, Mertesacker, Jansen und Fritz werden sich um die 4 Startplätze in der Verteidigung streiten müssen.
Das Mittelfeld ist ähnlich überbesetzt, mit Schweinsteiger und Ballack dürften 2 Fixstarter feststehen, die beiden übrigen Plätze werden unter Borowski, Schneider, Frings, Trochowski, Hilbert und Hitzelsperger aufgeteilt.
Und auch im Angriff muß Löw sich zwischen mehreren Kandidaten entscheiden - Klose, Kuranyi, Podolski und Gomez haben alle das Zeug im EM Sturm der Deutschen zu stehen.
Ein großer Pluspunkt für Deutschland ist auch Trainer Löw, der als genialer Taktiker gilt und großartige Arbeit mit der Deutschen Nationalmannschaft geleistet hat.
Wenn die deutsche Mannschaft Schwachstellen hat, dann liegen diese in der Form der Einzelspieler - einige Leistungsträger hatten in der vergangenen Saison mit Formkrisen zu kämpfen und konnten nicht an ihregewohnten Leistungen anschließen.

Fazit:
Der Gruppensieg in Gruppe B ist wahrscheinlich und nicht zuletzt weil die Deutschen eine absolute Turniermannschaft sind ist ein Finaleinzug durchaus möglich.

EM Geschichte: EM 1976

Samstag, 10. Mai 2008

In der Qualifikation für die EM 1976 blieb Österreich nur der 3. Gruppenplatz hinter Ungarn und Gruppensieger Wales. Aber auch Italien scheiterte und erreichte nur den 3. Gruppenplatz hinter Polen und Gruppensieger Niederlande.

Bei der, in Jugoslawien ausgetragenen, Endrunde, an der Tschechoslowakei, Deutschland, Niederlande und Jugoslawien teilnahmen gab es dann auch eine Überraschung. Im Finale gelang es der Tschechoslowakei, den großen Favoriten Deutschland ein 2:2 abzuringen und nachdem die Verlängerung keine Entscheidung brachte, wurde erstmals der Europameister in einem Elfmeterschießen ermittelt, das die Tschechen dank des legendären Schupfers des späteren Rapidspielers Antonin Panenka für sich entscheiden konnten.

Das Endspiel:
Tschechoslowakei 2:2 (5:3 n.E.) Deutschland
Torschützen: 1:0 Svehlik (8.), 2:0 Dobias (25.), 2:1 Müller (28.), 2:2 Hölzenbein (89.)

Elfmeterschießen:
3:2 Marian Masny, 3:3 Rainer Bonhof, 4:3 Zdenek Nehoda, 4:4 Heinz Flohe, 5:4 Anton Ondruš, 5:5 Hans Bongartz, 6:5 Ladislav Jurkemik, Hoeness über das Tor, 7:5 Antonin Panenka

Deutschland:
Sepp Maier, Berti Vogts, Bernhard Dietz, Hans Georg Schwarzenbeck, Franz Beckenbauer, Herbert Wimmer (46. Heinz Flohe), Rainer Bonhof, Uli Hoeness, Dieter Müller, Erich Beer (80. Hans Bongartz) , Bernd Hölzenbein

Tschechoslowakei:
Ivo Viktor, Karol Dobias (109. Frantisek Vesely), Jozef Capkovic, Anton Ondruš, Ján Pivarnik, Antonín Panenka, Jozef Moder, Marian Masny, Zdenek Nehoda (80. Pavel Biros), Koloman Gögh, Jan Svehlik



Quelle Bild: http://www.euro2008.com/, Getty Image

Die Teilnehmer: Niederlande

Die Holländer konnten in der Qualifikation nicht wirklich überzeugen.

2 Niederlagen (eine gegen Rumänien und eine gegen Weissrussland) und 2 Unentschieden (gegen Rumänien und Bulgarien) sorgten für den 2. Gruppenplatz, der mit nur 1 PUnkt Vorsprung auf Bulgarien erreicht wurde.
Dennoch zählen die Niederlande immer zum erweiterten Favoritenkreis.

Einschätzung:
Der Kader der Holländer ist nicht mehr mit so großen Namen bestückt wie zum Beispiel 1988 oder auch in den 90er Jahren, aber es stehen trotzdem noch einige gute Einzelspieler in den Reihen der Niederländer.

Mit Edwin van der Saar steht in sehr routinierter Mann im Tor. In welcher Zusammensetzung die Viererkette vor ihm spielen wird ist noch nicht fixiert- Mathijsen und Heitinga haben die besten Karten auf einen Fixplatz. Um die verbleibenden Plätze streiten sich Routinier van Bronckhorst, Emanuelson, Melchiot, Ooijer, Bouma und Bouhlarouz. Der Konkurrenzkampf kann durchaus förderlich sein, aber die Stabilität kann darunter leiden auf kein eingespieltes Defensivgespann zurückgreifen zu können.

Im Mittelfeld gibt es mit Arjen Robben, Rafael van der Vaart und Arie van Persie drei absolute Offensivkünstler, die jedem Gegner Kopfzerbrechen bereiten können, um den vierten Platz kämpfen Wesley Sneijder, Danny Landzaat und Haudegen Seedorf.
Auch im Angriff hat Coach Marco van Basten die Qual der Wahl. Van Nistelrooy wird einen Fixplatz haben, mit Kuyt, Babel und Huntelaar hat er drei Kandidaten auf den zweiten Platz im Sturm.
Das große Manko der Niederlande könnte sich bereits in den Qualifikations- und Vorbereitungsspielen gezeigt haben, wo das Team nicht besonders harmonierte und meistens enttäuschend auftrat.

Fazit:
Wenn die holländische Mannschaft die Form der letzten Monate nicht ablegen kann wird es nicht zum Aufstieg ins Viertelfinale reichen.

Die Teilnehmer: Kroatien

England machte in der Qualifikation gegen Kroatien keinen Punkt - vor allem das 2:3 in Wembley hat die Engländer in eine tiefe Krise gestürzt und Kroatien einen gehörigen Schuss Selbstvertrauen verpasst.
Aber bei den Kroaten wechselte Licht und Schatten - so gelang ihnen gegen Russland kein Treffer und sie mußten sich mit zwei 0:0 zufrieden geben.

Besonders unangenehm war der 0:2 Ausrutscher bei Mazedonien, dennoch gewannen die Kroaten die Gruppe E. Der große Erfolg bei der WM 1998, als die Kroaten den 3. Platz belegten, konnte bisher bei keinem Großereignis bestätigt werden.

Einschätzung:
Die Stammelf der Kroaten ist mit beeindruckend starken Einzelspielern besetzt, vor allem die starke Abwehr, die mit Simic, Robert Kovac, Corluka und Simunic viel Internationale Erfahrung aufweit und in der gesamten Qualifikation nur 8 Treffer hinnehmen musste.

Im Mittelfeld ist Niko Kovac als Abräumer vor der Abwehr gesetzt, davor werden sich Kranjcar, Srna und der junge Modric um Druck nach vorne bemühen.

Nach dem schmerzlichen verletzungsbedingten Ausfall von Eduardo wird im Angriff Petric gesetzt sein, er hat nicht nur den entscheidenden Treffer zum 3:2 gegen England erzielt sondernauch noch 6 weitere Qualifikationstreffer beigesteuert.
Neben ihm wird vermutlich Olic zum Einsatz kommen, eine Alternative wäre auch der lange verletzt gewesene Klasnic.

Die große Unbekannte bei den Kroaten ist ihre Unbeständigkeit - an guten Tagen können sie jedes Team der Welt schlagen. In der Vergangenheit haben die Kroaten bei Turnieren aber selten wirklichgute Tage erwischt. Die aktuelle Mischung, die Coach Slaven Bilic zusammengestellt hat, hat aber gute Vorraussetzungen diesen Fluch abzulegen.

Fazit:
Die Auftaktpartie gegen Österreich ist für die Kroaten wichtiger als auf den ersten Blick erkennbar - wenn man sich gegen den Gastgeber einen Ausrutscher leistet wird der Druck wieder groß und ein weiteres Scheitern in der Vorrunde wahrscheinlich. Wenn alles nach der Papierform geht müsste es für die Kroaten zum Aufstieg ins Viertelfinale reichen.

EM Geschichte: EM 1972

Nach einem recht zaghaften Start in die Europameisterschaftskarriere fanden die Deutschen 1972 ihre Liebe zu diesem Turnier.

Österreich scheiterte in der Qualifikation an Italien.

Bei der Endrunde spielten Deutschland, UDSSR, Gastgeber Belgien und Ungarn.


Erwartungsgemäß erreichten sowohl die Deutschen als auch die UDSSR das Endspiel, das mit 3:0, wenig überraschend, klar an Deutschland ging.

Die Mannschaft der Deutschen war eine der stärksten über die sie jemals verfügten und wurde auch 1974 bei der Heim WM Weltmeister.

Das Endspiel
Deutschland 3:0 UDSSR
Torschützen: 1:0 Müller (27.), 2:0 Wimmer (52.), 3:0 Müller (58.)

Deutschland:
Sepp Maier,Horst-Dieter Höttges, Paul Breitner, Hans Georg Schwarzenbeck, Franz Beckenbauer, Herbert Wimmer, Josef Heynckes, Uli Hoeness, Gerd Müller, Günter Netzer, Erwin Kremers

UDSSR:
Evgeny Rudakov, Revaz Dzodzuaschvili, Murtaz Khurtsilava, Vladimir Kaplichny, Iouri Istomine, Anatoli Konkov, Vladimir Troschkine, Victor Kolotov, Anatoli Baidachny, Anatoli Banischevsky, Vladimir Onischenko


Bild-Quelle: footbik.narod.ru

Panoramabild vom Happel Stadion

Sonntag, 4. Mai 2008

Hier noch ein Panoramafoto vom Fotoshooting vom Ernst Happel Stadion:

http://members.chello.at/hubert.herzog/index2.html

"Fotoshooting beim Happel Stadion"

Fotos vom "Fotoshooting" beim Ernst Happel Stadion mit Fotograf Manfred Gruber findet ihr unter:

http://picasaweb.google.com/emfanatic/FotoshootingBeimHappelStadion

An dieser Stelle möchte ich ein herzliches Dankeschön an Manfred für die tollen Fotos aussprechen !

Die Teilnehmer: Tschechien

Die Tschechen mussten in der Qualifikation nur eine Niederlage hinnehmen und zwar gegen Deutschland, die Auswärtsspiele gegen die britischen Teams Wales und Irland endeten jeweils Unentschieden.

Das sollte den Tschechen Mut machen, bei der EM wird kein einziges britisches Team vertreten sein.

Die Mischung aus Alt und Jung scheint Karel Brückler ganz gut gelungen zu sein und einige der "alten Hasen" werden dem Team mit ihrer Routine sicherlichStabilität verleihen auch wenn mit Poborsky und Nedved zwei große Namen nicht mehr dabei sind.

Einschätzung:
Im Tor ist Petr Cech gesetzt und auch in der vor ihm spielenden Abwehr wird es kaum Experimente geben. Jankulovski, Rozenahl und Ujfalusi dürften gesetzt sein, den letzten Platz könnte Zdenko Pospech erhalten.

Im Mittelfeld gibt es einige Auswahl und Möglichkeiten verschiedene taktische Varianten zu erstellen.

Rosicky, Kovac, Plasil, Galasek, Jarolim und Polak haben in der Qualifikation bereits bewiesen, dass sie bereit für die EM sind.

Im Angriff gibt es mit Jan Koller einen, zumindest von der Körpergröße, alles überstrahlenden Mann, auch wenn er schon etwas in die Jahre gekommen ist. Neben ihm gibt es noch einen Spieler mit einem großen Namen: Milan Baros. Danach wird Brückler wohl am ehesten noch auf Fenin zurückgreifen.

Die große Ansammlung an Stars und eine insgesamt recht routinierte Mannschaft sind ein großes Plus.

Das Fragezeichen ist der Angriff, wenn Baros, der in England zuletzt nicht überzeugte, und Koller nicht in Fahrt kommen,könnten die nötigen Tore fehlen.

Fazit:
Tschechien spielt vorraussichtlich mit Portugal um den Gruppensieg.